Mareiter Stein


Der Mareiter Stein ist ein ganz eigenartiger Berg. Von unten beeindruckt er in keiner Weise. Unförmig, ohne ausgeprägtes Profil, ohne Gipfelaufschwung, langweilig. Seine vorgeschobene Lage allerdings lässt eine tolle Rundsicht erwarten. Und so ist es auch. Vor allem der Anstieg über Pardaun und die Kamelbuckel des Ostrückens verbindet unbeschwertes Bergwandern mit einmaligen Tief- und Weitblicken. Die steil und ungegliedert ins Ratschingstal abfallende Südflanke ist ein wahres Paradies für das Wild. Mit etwas Glück und Erfahrung kann man vom Grat aus Hirsche, Reh und Gams, Auerhahn und Steinadler, Schneehuhn und Turmfalke beobachten. Für einen besonderen Akzent sorgt der weiße Marmor, der den Mareiter Stein mit mächtigen Lagen aufbaut. Rundgeschliffene, karstig ausgelaugte Marmorbuckel überziehen den langen Ostrücken. 300 Meter tiefer wird auf Ridnauner Seite der blendend weiße Marmor schon seit vielen Jahren gebrochen und über Pardaun zu Tal gebracht.


Wegbeschreibung:

A)    Sie wandern vom Hotel aus der Gilfenklamm entlang hoch. Vom Ausgang der Gilfenklamm (gegenüber dem Gasthaus Jaufensteg) wandern Sie der Straße entlang nach rechts bis auf der linken Seite ein Weg hoch geht. Folgen Sie diesem, bis Sie zum Wegweiser „Mareiter Stein“ kommen. Sie wandern auf geteerter Straße bis zum Platzhof, spazieren nach links auf einem Feldweg hinauf zu einer idyllischen Rodung. Sie haben auch die Möglichkeit bis Pardaun (Parkgelegenheit beim Platzhof) mit dem Auto zu fahren. Sie marschieren kurz durch steilen Wald auf den Bergrücken und auf diesem an einem Wetterkreuz vorbei zu einer ersten nach Süden offenen Aussichtswarte (ca. 1750 m). An dieser Stelle erreicht der von Mareit heraufführende Wanderweg Nummer 25 a den Gratrücken. Der Wald wird nun zunehmend lichter und zerschundener. Über mehrere Buckel erreichen Sie schließlich den höchsten Punkt (2192 m). Für den Rückweg können Sie den Abstieg auf Weg Nummer 25 zur Äußeren Wurzeralm wählen, und auf der Straße vom Marmorbruch zum Platzhof zurückwandern. Nun können Sie zu Fuß über die Gilfenklamm oder von Pardaun aus auf Weg Nummer 13 nach Stange ins Hotel zurückwandern.
B)    Vom Weiler Gasse in Ridnaun (1357 m, Hinweisschild an der Talstraße) marschieren Sie auf asphaltierter Straße südwärts zur Höfegruppe Entholz. Hinweisschilder am Beginn einer Forststraße weisen den Weg. Sie wandern im Bogen in den Wald hinein, an einem Bächlein rechts ab und auf dem Weg Nummer 25 a teilweise steil hinauf zu den Böden der Inneren Wurzeralm (1863 m). Nun wandern Sie entweder im Bogen über die Äußere Wurzeralm oder gerade hinauf zum Bergkamm und auf diesem nach links (ostwärts) zur Gipfelkuppe (2192 m).

Höhenunterschied: A) ab Stange 1229 m    ab Pardaun 1049        B) 835 m

Gehzeit: A)     Aufstieg: 3 bzw. 4 Stunden           Abstieg: 2,5 bzw. 3 Stunden
             B)     Aufstieg: 2,5 Stunden                       Abstieg: 2 Stunden

Anforderungen: Unschwierig

Ausrüstung: Wanderausrüstung